Zwölf Wohnungen mehr und ein separates Parkdeck: Der Bericht der Wetterauer Zeitung vom 22. Oktober 2026 beschreibt die nächste Änderung der Bahnhofplanung. Vorgesehen sind nun 167 Wohnungen. Laut Stadt sollen zusätzliche kleinere Einheiten durch die Teilung größerer Grundrisse entstehen.
Die Frankfurter Neue Presse berichtete am 18. Juni 2026 über Kosten- und Stellplatzprobleme bei der Planung mit 155 Wohnungen. Die neue Meldung knüpft daran an: Neben zwölf weiteren Wohnungen wird nun ein separates Parkdeck als Teil der Lösung vorgestellt. Es ist die nächste Planungsstufe desselben Bahnhofprojekts.
Zwölf weitere Wohnungen im geplanten Projekt
Die Teilung größerer Grundrisse soll die Zahl der Wohnungen von 155 auf 167 erhöhen. Wir unterstützen, dass die Planung auf diese Weise zusätzliche kleinere Angebote ermöglicht. Entscheidend ist, dass die neuen Zuschnitte gut nutzbar sind und zu den Bedürfnissen der künftigen Bewohner passen.
Das Parkdeck und die Aufgaben der Stadt
Die öffentliche Parkfunktion soll laut Wetterauer Zeitung teilweise in ein Parkdeck auf dem Parkplatz Süd verlagert werden. Errichtung, Grundstücksgeschäft und ein möglicher Betrieb durch die Stadt gehören zu den noch zu klärenden Fragen. Wir erwarten vor entsprechenden Beschlüssen eine nachvollziehbare Rechnung: Was kosten Grundstück und Bau, wer trägt die laufenden Kosten und welche Einnahmen werden angesetzt? Auch das Risiko geringerer Einnahmen muss benannt werden. Unsere Zustimmung zum Wohnungsbau ist keine pauschale Zusage für öffentliche Parkdeckkosten.
Damit hat die Weiterentwicklung des Bahnhofprojekts zwei konkrete Aufgaben: passende Wohnungen schaffen und die öffentliche Parklösung verlässlich regeln. Beides verdient eine sorgfältige Umsetzung.
Weitere Möglichkeiten der Innenentwicklung ausschöpfen
Die Entwicklung von zunächst 120 über 149 und 155 zu nun 167 geplanten Wohnungen betrifft ein einziges Vorhaben. Die jeweiligen Zahlen ersetzen den früheren Planungsstand. Für die Wohnraumbilanz zählt der aktuelle Stand dieses Projekts.
Wir wollen, dass Bad Nauheim über das Bahnhofprojekt hinaus zusätzlichen Wohnraum im Bestand erschließt: durch die Wiedervermietung geeigneter leer stehender Wohnungen, Umnutzungen und zusätzliche Wohnungen in bestehenden Gebäuden. Die Verbesserungen am Bahnhof sind ein Beitrag dazu. Weitere geeignete Möglichkeiten müssen parallel angegangen werden.
Für „Auf dem Forst“ verfolgen wir ein klares Ziel: Die geplante Wohnbaufläche soll aus dem RegFNP herausgenommen werden. Wir wollen das Wettertal erhalten und unterstützen dafür eine Stadtentwicklung, die ihre Möglichkeiten im bestehenden Siedlungsraum konsequent nutzt.
